Dauer: von 9.30- 15:00

Höhenmeter: 2.033

Länge: ?

Schwierigkeitsgrad: gewagt 😉

Schatten: nein

Einkehrmöglichkeit: ja

Call us CRAZY! Mit einem 2- Jährigen auf die „Tofana“ Skifahren gehen? Für mich irgendwie das Normalste auf der Welt.

Statt CRAZY könne man uns einfach auch nur Wintersport- Enthusiasten nennen! Vor 35 Jahren war ich mit meinen Eltern zum ersten Mal in Cortina d’ Ampezzo, Italien zum Skifahren. Mit diesem Startschuss zum Wintersport im zarten Alter von 2 Jahren ist es meinen Eltern gelungen, mich für Schnee, Berge, Wintersport und Reisen zu begeistern. Seit jeher fahren wir vor den Osterfeiertagen ein paar Tage nach Cortina zum Skifahren, Berg- Panorama geniessen, Pizza essen und Cappuccino schlürfen. Und warum sollten wir diese Tradition mit Flo ändern?

Cortina d’ Ampezzo ist jedes Mal ein absolutes Highlight. 1956 wurden dort die Olympischen Winterspiele ausgerichtet und der Charme dieser Zeit hängt noch heute über dem Ort. Gewärmte Sessellifte, hippe Burger auf der Hütte oder Funkparks kann man sich hier nicht erwarten. Dafür findet man ein kleines, überaus familienfreundliches Skigebiet vor, in dem Mutter Cappuccino schlürfen und die Kinder im Schnee toben dürfen. Die Pensionen und Hotels erinnern noch an die 60er Jahre, allerdings tut sich einiges, da Cortina 2021 die Ski WM ausrichten wird.

An unserem ersten Skitag haben wir mit Flo gleich ein großes Abenteuer gestartet. Unsere Mission war: Ab auf die „Tofana“ mit Flo. Hier gibt es eine neue Aussichtsplattform, denn das Panorama in den Dolomiten ist einfach umwerfend. Eine kleine Runde Skifahren haben wir hier ebenfalls eingelegt. Wir haben es an dem selben Hang, den ich auch schon mit 2 Jahren bezwungen habe, probiert.

Schon im Vorfeld unserer Reise wußte ich, dass ich mir den Ausblick von Ra Valles“ (das etwa höher gelegene Skigebiet) nicht entgehen lassen möchte. Nun stand uns aber auch eine Sessellift- Fahrt mit Flo bevor und die lag mir schwer im Magen. Nach kurzer Absprache mit meinem Papa, der uns auf diesem Skiabenteuer begleitete, einigten wir uns darauf, dass Flo auf seinem Schoss sitzen würde. Ich wollte daneben sitzen, da ich den Rucksack hatte. Mit der Gondel auf 2472 m angekommen, schnallten wir schnell die Ski an. Der Sessellift zur blauen Piste befand sich etwas unterhalb.
Flo, begeistert von der Gondelfahrt, konnte es kaum erwarten das nächste Transportmittel zu besteigen. Opa und Flo fuhren zum Sessel- Lift, ich knapp dahinter. Bereit zum Einstieg stellten wir uns an. Nun ging alles ziemlich schnell. Der Liftwart teilte uns mit, dass pro Sessel nur 2 Personen transportiert werden dürfen und deutete mir, stehen zu bleiben. Das machte ich und schon waren Opa und Flo alleine am Sessellift unterwegs. Ich glaube, kurz stand mein Herz still. Ich erwischte dann, noch immer in einem leichten Schockzustand, den übernächsten Sessel und fuhr den Beiden hinterher.

Oben angekommen, hatte sich mein Magen drei Mal umgedreht und ich traf auf ein fröhliches Opa- Enkel- Gespann, das bereits bereit für Abfahrt war. Na dann, auf gehts! Mit Flo zwischen den Beinen wagten wir abwechselnd die Abfahrt und ich muss sagen, es war traumhaft. Die Piste war bestens präpariert, die Schneequalität sensationell und das Bergpanorama zeigte sich von seiner allerschönsten Seite. Auch Flo schien Gefallen an der Sache zu haben und als wir wieder bei der Talstation ankamen, hatte ich mir nach all der Aufregung einen Cappuccino verdient.

Nun stellten wir fest, dass die Gondel bis auf den Gipfel der Tofana fährt. In all den Jahren davor, war diese Gondel nie im Einsatz. Nachdem Flo irgendwie vom Skifahren genug hatte, beschloss ich, da es die Witterungsbedingungn erlaubten, dass wir die Fahrt nach ganz oben wagen sollten.

Während der spektakulären Gondelfahrt zum Gipfel erzählt ich Flo, dass sich James Bond schon von dieser steilen Felswand im Film: „In tödlicher Mission“ (1981) geworfen hat.  Bei der Erwähnung von James Bond, dreht sich die Dame neben mir um und erzählt mir, dass ihr italienischer Schwiegervater damals der Stuntman war. Das ist ja mal ein Funfact! Flo und ich erreichen schwerstens beeindruckt 3244 m. Auf der neu errichteten Plattform angekommen, war der Ausblick auf die Dolomiten sagenhaft und ich danke meinen Eltern, die mich vor 35 Jahren zum ersten Mal nach Cortina d’Ampezzo  mitgenommen haben.

Das Bergpanorama und die Skipisten erfüllten mich mit einer solchen Freude, dass ich nur hoffen kann, dass auch Flo irgendwann das Selbe sieht. #mountainlove Nach diesem absoluten Highlight traten wir wieder die Reise ins Tal an. Nach 3 Gondelfahrten, die Flo jedes Mal in Begeisterung versetzten, erreichten wir die Talstation. Ein wirklich aufregender, aber wunderschöner Skitag neigte sich dem Ende und ich fuhr mit einem breiten Grinser in unsere Pension Villa Nevada. Ja, man könnte sagen wir sind verrückt, dass wir ein Kleinkind auf die Tofana mitnehmen. Oder man könnte sagen, wir haben den Grundstein für viele Abenteuer in den Bergen gelegt. Was meint ihr? Würdet ihr mit euren Kindern dieses kleine Abenteuer wagen?

Im Beitrag nächste Woche nehmen wir euch ins Skigebiet „Socrepes“, ebenfalls direkt in Cortina, mit. Das ist allerdings weniger von steilen Felswänden geprägt, sondern vielmehr von Kinderskiliften,  Zauberteppichen und Rodelstrecken. Nicht nur das, sogar einen Spielplatz im Schnee, direkt neben einer Hütte haben wir gefunden! Also das absolut familienfreundlichste Skigebiet in dem ich je war.

Unseren Tag gibts übrigens in einem kurzen Video, wie ihr vielleicht bereits gesehen habt. Ich bin noch relativ neu auf YouTube und würde mich sehr freuen, wenn ihr auf unserem Kanal vorbei schaut und uns abonniert. 😉 Danke!

Wie gefallen euch unsere Videos? Anregungen, Wünsche, Beschwerden? Ich freue mich über jedes Feedback, da ich noch nicht all zu viel Erfahrung damit habe. Im nächsten Beitrag gibts übrigens auch wieder ein kleines Video…

You Might Also Like

Leave a Reply