Immer wenn wir einige Tage im Mühlviertel waren, habe ich darauf bestanden, dass wir einen Ausflug nach Cesky Krumlov unternehmen. Ich liebe diesen kleinen wunderschönen Ort und das tschechische Essen sowieso. Dieses Mal hatten wir Flo mit dabei und siehe da, auch er ist ein großer Fan geworden.

Von Linz aus muss man ca. eine Fahrzeit von 1 Stunde und 15 Minuten einplanen und das Auto kann um 4€ für den ganzen Tag auf einem bewachten Parkplatz in der Nähe des Klosters geparkt werden. Nun befindet man sich auf der einen Seite des Städtchens und kann über die kleinen Kopfsteinpflastergassen zum anderen Ende flanieren. Unserer erster Stopp war gleich bei einem der Stände, die frisch gemachte „Germteig- Zimt- Zucker- Kringel“ verkaufen. Für mich ein absolutes Muss und manchmal gönne ich mir auf dem Rückweg noch einmal so ein Teil. Gestärkt führte unser Weg dann über die kleine Brücke und wir hatten einen tollen Blick auf das Schloss. Flo, der gemütlich im Buggy saß und große Freude über das Kopfsteinpflaster, welches ihn durchrüttelte, hatte, konnte von hier aus die Kajaks auf der Moldau bestens beobachten. Unsere Route führte uns weiter zum Hauptplatz, wo wir uns mit einem Kaffee im Hotel Zlaty Andel stärkten. Die Terrasse war umzäunt und selbst wenn Flo die Stufen zum Platz gemeistert hätte, hätte er dort ohne Bedenken herumlaufen können, da hier kaum Autos fahren. Auf der Toilette gab es einen kleinen Wickeltisch und das Personal war, trotz unserer sprachlicher Barriere, sehr freundlich.

Nun ging es weiter zum Egon Schiele Art Center, da dieser einige Zeit in Cezky Krumlov verlebt hat. Neben einem Stock, der Egon Schiele und seinem Schaffen gewidmet ist, werden auch zeitgenössische Künstler auf zwei anderen Ebenen präsentiert. Das ArtCenter befindet sich in mehreren sehr alten Gebäuden und ist nur durch wenige moderne Elemente renoviert worden. Dieses Ambiente gibt der Ausstellung noch einmal ein ganz besonderes Flair und wenn man schon einmal in Cesky Krumlov ist, sollte man sich dieses Kunstmuseum auf gar keinen Fall entgehen lassen. Im Moment werden neben Schiele noch Pavel Brazda, Vera Novakova und die Schweizer Künstler M.S Bastian & Isabelle L. Es gibt einen Lift und so hätten wir Flo auch im Buggy mitnehmen können, allerdings entschieden wir uns dafür, Flo durch die Ausstellung zu tragen.

Um 1€ erwarb ich einen Fotopass und so durfte ich auch alles fotografieren. Mir gefielen alle Ausstellungen sehr gut, leider hatte Flo an diesem Tag nicht all zu viel Lust auf Kunst.

Nun waren wir bereit fürs Mittagessen und gingen zur Aussichtsplattform, da sich hier einige Gasthäuser mit Terrassen und Ausblick auf die Burg befinden. Es gibt etliche Restaurants entlang des Wassers, aber das war uns mit Flo etwas zu mühsam. Letztendlich landeten wir im Restaurant Gotika, welches eine super Terrasse hatte, auf der Flo ohne größere Gefahr herumlaufen konnte. Das Essen war okay und das Panorama war ganz wunderbar. Einen Wickeltisch haben wir hier nicht entdeckt, aber man könnte sicherlich eine Lösung finden. Danach flanierten wir wieder in Richtung Auto, wozu wir nun ohnehin noch einmal den ganzen Ort durchqueren mussten. Voll von meiner Ente fiel es mir leicht, nicht noch einmal bei einem der „Germteig- Zimt- Zucker- Kringel- Standl“ stehen zu bleiben. Direkt an einem Spielplatz oder einem Park sind wir bei unserer Runde durch Cezky Krumlov nicht vorbei gekommen, wobei sich einige der Innenhöfe oder Bereiche nahe der Aussichtsplattform anbieten, mit Flo einen Stopp zu machen. Zu sehen und zu kosten gibt es für Kinder hier sicherlich genug, denn auch die tschechischen Süßspeisen sind ein Erlebnis. Am Rückweg fährt man entlang der Moldau, wo sich auch immer wieder Parkmöglichkeiten befinden. Wenn man also genug vom City-Trip hat, kann man hier noch ganz leicht eine Pause im Grünen und am Wasser einbauen.

Wir haben Blogger-Kollegin Michaela mit unseren Fotos Guster auf Cesky Krumlov gemacht und so hat sie kurzerhand einen Ausflug unternommen. Ihren Beitrag darüber findet ihr hier: www.platz-nehmen.com

You Might Also Like

Leave a Reply