An diesen ersten, wirklich heißen Tagen im Mai/Juni war klar: Flo und ich gehen Baden. Zum Einen sind wir beschäftigt und zum Anderen ist es mir wichtig, dass Flo mit dem Element Wasser vertraut ist. Nun mied ich aber eigentlich immer öffentliche Freibäder und suchte mir viel lieber abgelegene Badeplätze, an denen es ruhig war und Kindergeschrei nur aus der Ferne zu hören war. Mit einem eigenen Kleinkind werden aber die Bedürfnisse ganz anders und so fand ich mich im Kinderbecken des AYA Bades wieder. Während ich versuchte Flo den „Schwimmtrainer“ anzuziehen liefen brüllende und kreischende Volkschulkinder an uns vorbei, nur um dann direkt neben mir eine „Bombe“ ins Wasser zu machen. Flo nahm das ganze eher gelassen, denn da gab es viel zu beobachten, ich allerdings war durch. Als ich dann auch noch wiederholt von einer Wasserpistole getroffen wurde und ein anderes Kind über uns drüber sprang, wusste ich, dass ich hier keinen weiteren Nachmittag verbringen werde.
Das Waldbad ist nicht nur „sauteuer“ sondern auch „saukalt“, es gibt zwar keinen Spielplatz aber dafür FKK. Was willst du dort mit einem Kleinkind machen? Einen entspannten, ruhigen Badetag verbringen, der mir und Flo Spaß macht. Und genau so war es auch. Ja, der Eintrittspreis von 6,50€ ist hoch, aber dafür bekomme ich auch einiges geboten. Je früher man kommt, desto einfacher ist es einen Parkplatz zu finden. Es besteht aber auch die Möglichkeit mit dem Fahrrad zu kommen, ich weiß jedoch nicht wie ich darauf Flo und unsere Badeutensilien transportieren sollte. Nach der Kassa muß ein Fußweg von circa 15 Minuten eingeplant werden, bis man nach dem Buffet und den Pritschen, den für uns perfekten Spot erreicht hat. Hier gibt es ein paar schattige Plätze, an denen nette Schotterbänke den idealen Einstieg ins Wasser ermöglichen. Ja, das Wasser ist „saukalt“ aber Flo steht nur mit den Füßen drinnen und an einem heißen Tag, kann das sogar sehr angenehm sein. Spielplatz brauchen wir gar keinen, denn es gibt unzählige Steine und Zweige, die man ins Wasser werfen kann. Ab und zu kommt ein Vogel vorbei und mit etwas Glück haben wir ab und zu auch einen Fisch oder Enten gesehen. Etwas Spielzeug und einen Fußball habe ich ohnehin immer mit und so waren wir bestens beschäftigt. Vom FKK Bereich haben wir gar nichts mitbekommen.
In der Nähe des Buffets, das einen mit wirklich gutem Essen versorgt, befinden sich auch die Toiletten. Einen eigenen Wickeltisch haben wir nicht gefunden, allerdings ist das Wickeln auch schnell auf einem Handtuch erledigt.
Das Schöne ist, dass man im Waldbad, da es groß genug ist, die Wahl hat. Möchte man die Ruhe am Wasser geniessen, so findet man an den meisten Tagen ein passendes Plätzchen. Hat man einmal Lust auf einen Kaffee, Pommes und Trubel im Buffet, dann gibt es auch hier einen Sitzplatz. Uns bzw. mir hat nach dem Trubel im AYA Bad der Besuch im Waldbad richtig gut getan. Es hat zwar nichts mit den Badetagen die ich von früher kenne zu tun, aber wenigstens tauchen hier keine Kinder an mir vorbei oder schießen mich mit einem „Aqua-King“ ab.

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