Es wird ernst. Nächsten Sonntag gehe ich beim Salzburger Frauenlauf an den Start, auf den ich mich in den letzten Wochen vorbereitet habe. Gerne wäre ich noch mehr laufen und ins Training gegangen, aber Ausflüge, kleine Reisen und unser Family-Timemanagement haben das nicht immer erlaubt. Ich bin aber dennoch ganz gut vorbereitet und freue mich auf ein tolles Lauferlebnis entlang der Salzach.

Dies ist nicht der erste Lauf an dem ich teilnehmen werde und in der Vergangenheit ist mir schon der eine oder andere Fehler bei der Vorbereitung unterlaufen, bzw. beim Lauf selber. Darum gibts heute ein paar Tipps, damit dieses Mal nichts schief läuft:

Die Tage vor dem Lauf:
– ausgewogene Ernährung: Oft hört man: „Am Vortag viele Nudeln essen.“ Ich versuche mich ohnehin immer ausgewogen zu ernähren und gerade in der Woche vor einem Wettkampf achte ich besonders darauf Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß bei den meisten Mahlzeiten abzudecken. Auch schaue ich in dieser Zeit darauf, ausreichend Wasser über den Tag verteilt, zu trinken.
– 3 Tage Pause: Den letzten Trainingslauf mache ich 3-4 Tage vor dem Wettkampf, damit sich mein Körper wirklich regenerieren kann und alle Reserven aufgefüllt sind. #Fail: ich bin schon einmal am Vortag eines Laufes mit Freunden noch eine schnelle Bergtour gegangen, bei der wir dann wetterbedingt fast ins Tal gelaufen sind. Not so good, denn am nächsten Tag bin ich mit einem extremen Muskelkater vom Bergabgehen aufgewacht und das war vor meinem Lauf…
-genügend Schlaf: Unausgeschlafen bei einem Wettkampf anzutreten ist wirklich keine gute Idee. Bei meinem ersten Lauf vor ein paar Jahren, war ich so nervös, dass ich kaum schlafen konnte. Das war dann natürlich nicht unbedingt vorteilhaft für meine Performance.
– Streckenbesichtigung: Wenn es nicht ohnehin schon geschehen ist, dann sollte man sich vor dem Wettkampf auf jeden Fall die Strecke anschauen. #Megafail beim ersten Frauenlauf an dem ich teilnahm, habe ich mir den Plan nur auf der Karte angesehen und gedacht ich kenne mich aus. Meiner Interpretation der Karte nach, befand sich das Ziel auf der Höhe des Starts. Auf den letzten 300 Meter habe ich dann noch einmal alles gegeben, um dann festzustellen, dass ich das Ziel erst nach einer weiteren Schleife durch den Volksgarten erreichen werde. Völlig „blau“ schleppe ich mich dann die letzten Meter ins Ziel und somit war meine angesteuerte Zeit natürlich futsch!
– Equipment Check: Ich überlege mir immer schon im Vorfeld, was ich zum Wettkampf anziehen werde. Auf gar keinen Fall etwas neues, denn das kann zu Unannehmlichkeiten führen. Beim Lauf selber trage ich am liebsten eine kurze Hose und ein Trägerleiberl, nehme mir aber immer eine Windjacke oder Pulli (je nach Wetter) für vorher und nachher mit. #Fail: bei einem Lauf war es wirklich frisch in der Früh, es hat geschüttet (war im Frühling) und ich griff beim Verlassen der Wohnung, da ich mir keine Jacke vorbereitet hatte, zu meiner dünnen Snowboardjacke. Diese behielt ich dann auch an, da es beim Start noch sehr frisch war. Nach ca. 10 Minuten kam die Sonne heraus und es kann sich wohl jeder vorstellen wie es mir ergangen ist. Wegwerfen wollte ich die teure Snowboardjacke auch nicht und so kam ich wirklich schweißgebadet ins Ziel. Also gut überlegen, was man anzieht 😉

Der Morgen vor dem Lauf:
– Frühstück: Ich stehe immer rechtzeitig auf, damit ich noch in Ruhe frühstücken und verdauen kann. Bei mir gibst ein Jogurt mit etwas Müsli und ein paar frischen und getrockneten Früchten, allerdings esse ich hiervon keine all zu große Portion. Dazu trinke ich viel Wasser und keinen Kaffee. #MegaFail: vor meinem ersten Halbmarathon habe ich im Hotel aus Gewohnheit 2-3 Tassen Kaffee zum Frühstück getrunken. Das hat sich natürlich schnell gerächt, da ich schon nach ein paar Kilometern extrem dehydriert war und die erste Lab-Station weit und breit noch nicht in Sicht war. Also Kaffee streichen!!!
– Technik Check: Ich laufe immer mit der „Nike-Run“-App um mein Tempo zu überprüfen und meine Läufe aufzuzeichnen. Akku aufladen, schauen ob die Einstellungen passen und mittlerweile trage ich beim Wettkampf auch immer noch zusätzlich eine Uhr. #Fail: Beim Start hatte ich alles eingestellt und als dann der Startschuss fiel, war die App weg. Während des Laufens konnte ich mich natürlich nicht mit den Einstellungen spielen und so musste ich ohne Feedback laufen. Da ich das nicht gewohnt war, habe ich ganz schön lange gebraucht mein Tempo zu finden.
– rechtzeitig vor Ort sein: So habe ich Zeit meine Sachen abzugeben, mich mit meinem #bestlaufbuddy zu treffen und unsere Strategie noch einmal zu besprechen 😉

Beim Lauf:
– das eigene Tempo finden: #Fail: beim Startschuss geht es los und ich habe mich von der Menge mitreißen lassen. Somit war ich auf den ersten beiden Kilometern viel zu schnell und danach dementsprechend fertig. Fazit: Ich versuche nun mein eigenes Tempo zu finden und lege dann lieber auf den letzten 2 Kilometern noch etwas zu.
– Laufbuddy: Nachdem wir oft gemeinsam trainieren, laufen wir auch die Wettkämpfe gemeinsam. Meistens geht es immer einem von uns besser und dadurch wird der Zweite mitgezogen. Man kann sich gegenseitig motivieren und oft brauche ich gerade diesen kleinen Motivations-Anstoss um noch einmal alles zu geben.
– Applaus, Applaus: entlang der Laufstrecke wird Musik gespielt und das Publikum feuert einen an. Das ist wirklich super und motiviert mich immer noch zusätzlich.
– Trinken: eigentlich mag ich es nicht besonders während des Laufens etwas zu trinken, aber ich versuche immer an den Lab- Stationen ein, zwei Schluck Wasser zu mir zu nehmen. Nach dem Kaffeedesaster tut das richtig gut.
– Having fun: man sollte aber auch bei einem Wettkampf nicht vergessen, dass man Spaß am Laufen hat. Vielleicht sind die ersten Kilometer anstrengend, aber je näher ich ans Ziel komme, umso mehr Spaß macht es mir! Wenn das Ziel dann einmal erreicht ist, ist das Gefühl unbeschreiblich!

Nach dem Lauf:
– Jubeln: die Zeit ist Nebensache, ich habe es ins Ziel geschafft und bin glücklich!
– Auslaufen/Ausgehen: nach der Anstrengung ist es wichtig, dass der Puls wieder herunterkommt und sich so Entspannung einstellen kann.
– Trinken: ausreichend Wasser zuführen
– Relax: nach einem Wettkampf gönne ich mir immer einen gemütlichen Tag!

Ich freue mich schon auf den kommenden Sonntag und bin sehr gespannt, wie es mir beim Salzburger Frauenlauf 2017 gehen wird. Ich hoffe, dass mir keine #Fails unterlaufen werden und ich gut ins Ziel komme. Wenn ihr mit dabei sein wollt, dann folgt mir auf Instagram Stories… Ich wünsche allen, die mit mir an den Start gehen, viel Erfolg und einen tollen Lauf entlang der Salzach!

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