Dauer: ca. 20 Minuten

Höhenmeter: ca. 20 😉

Länge: 800m

Schwierigkeitsgrad: mega easy

Schatten: ja

Einkehrmöglichkeit: ja

Leider hat uns wie bereits angekündigt, das Wetter etwas im Stich gelassen. Nach einer tollen Wanderung am Col Raiser, sind wir am nächsten Tag bei Nebel und Regen aufgewacht. In der Hoffnung, dass sich das Wetter im Laufe des Tages bessern würde, nutzen wir zuerst einmal ausgiebig den Wellnessbereich im Hotel Posta. Es wollte nicht so wirklich besser werden, aber den ganzen Tag im Hotel würden wir irgendwie auch nicht aushalten. Denn wenn ich mitten in den Bergen bin, dann muss ich auch hinauf.

Die perfekte Lösung war ein Ausflug mit der Standseilbahn auf den Monte Resciesa im Nachbarort St. Ulrich. Wir fuhren mit dem Bus (das Ticket bekamen wir vom Hotel) direkt ins Zentrum von St. Ulrich und kämpften uns dann weiter über zwei sehr lange Rolltreppen, die zwei Ebenen des Ortes verbinden, zur Talstation. Ich war alleine mit Flo und einem ausgeborgten Kinderwagen vom Hotel unterwegs, daher halfen mir die netten Einheimischen die Rolltreppe zu bewältigen. Im ersten Moment war ich etwas überfordert, da ich Flo nicht im Wagerl sitzen lassen wollte, es mir dann aber nicht mit einer Hand gelang alles zu transportieren. Naja, egal es hat geklappt und bald schon saßen Flo und ich als die einzigen Gäste zu diesem Zeitpunkt in der Standseilbahn. Schon alleine die Fahrt war den Ausflug absolut wert. Wir standen ganz am Ende der Bahn und konnten die Schienen und den immer kleiner werdenden Ort St. Ulrich beobachten. Definitiv ein Highlight für Flo. Oben angekommen musste ich leider feststellen, dass ich mit dem Kinderwagen nicht weit kommen würde. Von der Bergstation führte ein Weg mit vielen, unregelmäßigen Stufen weiter und alleine mit Flo im Wagerl hätte ich das unmöglich bewältigen können. Zu zweit wäre das vielleicht sogar möglich gewesen, dennoch ist man mit der Rückentrage hier klar im Vorteil. Der nette Liftwart empfahl mir einfach den Kinderwagen stehen zu lassen und zu Fuß zu der ca. 500 m entfernten Alm zu gehen. Flo war motiviert und hüpfte bereits über die Stufen, als ich den Kinderwagen  parkte. So gingen wir los und hatten bald die Stufen überwunden. Ein Waldweg führte uns nun weiter und trotz einiger Steine und Unebenheiten stellte er kein Hindernis für den Sohnemann dar. In der Ferne erblickte ich bereits das Dach einer sehr rustikalen Hütte und als wir diese nach ca. 15 min erreicht hatten, würde ich stolz sagen, dass das Flo’s erste eigene Wanderung war.
Wir machten es uns bei einem Apfelstrudel, Kaffee und Wasser auf der Terrasse gemütlich und beobachteten die Nebelschwaden, die uns den Blick auf die Seiseralm verwehrten. Gut, dass es eine kleine Sandkiste und ein paar Pferde gab, die uns davon ablenkten. Und dann geschah es doch. Der Nebel lichtete sich kurz und gab den Blick auf das herrliche Bergpanorama frei. Wir hatten einen traumhaften Ausblick und ich vermute, dass Flo auch sehr beeindruckt war. Wir nahmen den selben Weg zurück und fuhren mit der letzten Bahn ins Tal. Auch an dieser Fahrt fand Flo große Begeisterung.
Zurück zum Bus bummelten wir durch den Ort St. Ulrich und verzichteten auf eine erneute Rolltreppenfahrt. Hier gibt es nette Sportgeschäfte und Lokale, wir traten aber die Heimreise an, da im Hotel Posta das Essen auf uns wartete.
Wäre das Wetter nicht so schlecht gewesen, hätte man zu größeren Wanderungen am Monte Resciesa aufbrechen können, aber für uns war dieser kleine Ausflug perfekt. Neben den Pferden, dem Apfelstrudel und dem traumhaften Panorama, hat Flo sein erste eigene Wanderung gemacht. Ein absolutes Highlight für uns!

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