Dauer: ca. 4h

Höhenmeter: 424m

Länge: ca. 6,5 km

Schwierigkeitsgrad: mittel

Schatten: nein

Einkehrmöglichkeit: ja

Nachdem wir auf der Schrabachalm genächtigt hatten, fuhren wir zur Planneralm und konnten unser Auto dort am Parkplatz abstellen. Für diesen Tag hatten wir einen Rundwanderweg auf der Planneralm, welcher das Plannereck mit 2003m und den Großen Rotbühel mit 2019m beinhaltetet, geplant. Dies war unsere erste größere Bergtour mit Flo und darum hatten wir uns bestens vorbereitet. Einer von uns beiden hatte die Trage mit Flo, der andere hatte einen 42 Liter Rucksack mit Wechselkleidung für uns drei, inklusive Wasser und Proviant. Für Flo hatten wir zwei komplette extra Garnituren (Langarm-Body, Hose, Socken) mit, da wir ganz richtig vorgesehen hatten, dass er durch das Tragen angeschwitzt werden würde. Eine zum Wechseln am Gipfel und eine weitere zum Wechseln, wenn wir wieder im Tal sind. Wickelunterlage, Windeln und Tücher verstehen sich von selbst. Zusätzlich hatte ich noch eine kleine Decke und Flo’s Fleecejacke mit. Flo war gut eingecremt und trug sein Baby-Buff, welches ihn gut vor dem Wind und der Sonne schützte. Zusätzlich trug er noch eine Schirmkappe, die seinem Gesicht Schatten spendete.
Top vorbereitet konnten wir nun unsere Wanderung antreten und unsere Route lautete: Plannersee, Plannereck, Kleiner Rotbühel, Großer Rotbühel und dann zurück ins Tal. Die Planneralm ist im Winter ein Skigebiet und auch im Sommer konnte man den Pistenverlauf gut erkennen. Landschaftlich gesehen, handelt es sich bei diesen Abschnitten nicht unbedingt um Schönheiten, es bietet aber den Vorteil, dass man über die Pisten sehr einfach wieder ins Tal gelangt. Da man auf dem Rundwanderweg diese immer wieder passiert, ergibt sich die Möglichkeit, die Wanderung jederzeit zu verkürzen und sicher nach unten zu gelangen.
Die Wanderung vom Parkplatz zum Plannersee dauert ca. 30 min und verläuft über einen breiten Weg. Mit dem Kinderwagen hätte man hier jedoch überhaupt keine Chance, da es sehr felsig und holprig ist. Schon nach der ersten kurzen Anstrengung wird man mit dem Blick auf den See und der herrlichen Bergkulisse belohnt. Bei dem kleinen Gebirgssee befinden sich einige Bänke, die sich für ein Picknick eignen. Für uns ging es aber gleich weiter in Richtung Kamm und dieser Abschnitt war der anstrengenste Teil. Es ging über einen steilen Weg, der Trittsicherheit und Balance voraussetzt, nach oben. Mit Flo vor mir in der Trage war es gar nicht immer so leicht, jeden Tritt genau zu sehen. Aber ich habe mir einfach Zeit gelassen und mein Freund hat mir ebenfalls geholfen. Am Kamm oben angekommen, hatten wir einen überwältigenden Ausblick auf die steirischen Berglandschaft und konnten bereits unsere beiden angestrebten Gipfel bestens erkennen. Der Weg entlang des Kammes verlief großteils in der Sonne und er war nicht sonderlich breit. An manchen Stellen musste man Felsen überwinden, was jedoch mit etwas Hilfe, trotz Trage, sehr gut ging. Nach einer Gesamtzeit von ca. 1,5h hatten wir unseren ersten Gipfel, das Plannereck mit 2003m, erreicht. Die Freude war groß und wir legten eine kurze Pause ein. Hier haben mein Freund und ich dann gewechselt und ich wanderte mit dem Rucksack weiter. Für einige Teilnehmer unserer Wandergruppe reichte ein Gipfel und so gingen sie über die Skipiste ins Tal zurück. Wir allerdings gingen über den Kammweg weiter durch einen Latschenwald und über Felsen zum Kleinen Rotbühel mit 1866m und dann wieder weiter hinauf zum Großen Rotbühel mit 2019m. Ein Teil des Anstiegs zum Großen Rotbühel verläuft über große Felsen, bei denen man trittsicher und schwindelfrei sein sollte. Man kann sich jedoch immer gut anhalten und es handelt sich dabei nur um einen kurzen Abschnitt. Nahe des zweiten Gipfels haben wir uns eine windgeschützte Stelle gesucht und Flo versorgt. Der war während der ganzen Wanderung sehr zufrieden, hat fröhlich aus seiner Trage herausgeschaut und zwischendurch auch etwas geschlafen. Der letzte Teil unserer Wanderung verlief über die Skipiste talwärts und bevor es zurück zu unserer Hütte ging, machten wir noch einen Abstecher in die Latschenbrennerei. Die gesamte Rundwanderung hat ca. 4h gedauert, wobei wir aber immer wieder kleinere Pausen eingelegt haben. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und ich würde sagen, diese Runde ist eine ideale Familienwanderung, bei der man auch zwei Gipfel dabei hat. Wenn es einem zu viel wird, gibt es an mehreren Stellen die Möglichkeit die Tour zu beenden und abzusteigen. Im Tal gibt es einen Bogenschützen Parcours und mehrere Hütten sowie Restaurants, die zum verweilen einladen. Hier findet man auch vor und nach der Runde einen Wickeltisch, während der Wanderung, muss  nach einem geschützten Plätzchen Ausschau gehalten werden. Auf der Planneralm ist mit Sicherheit für jedes Familienmitglied etwas passendes dabei und wir kommen in den nächsten Jahren mit Sicherheit wieder.

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