Unseren allerersten Flug hatten Flo und ich gut überstanden und daher sah ich dem Rückflug von Berlin nach Salzburg schon weit gelassener entgegen. Da wusste ich allerdings noch nicht, was auf uns zukommen und dass mir diese Rückreise einige Nerven kosten würde.

Als wir am Freitag am späten Nachmittag zurück ins Hotel kamen, konnte ich einem Email von AirBerlin entnehmen, dass unser Flug gestrichen war und ich möge mich doch bitte an die Service-Hotline für weitere Informationen wenden. Diese Nummer kann nur aus dem deutschen Festnetz angerufen werden und so klemmte ich mich sofort an unser Zimmertelefon. 10 Minuten vergingen, 20 Minuten vergingen und die freundliche Computerstimme bat mich noch immer um Geduld. Lang kann das ja jetzt wohl nicht mehr dauern, denn ich bin schließlich schon 30 Minuten in der Leitung. Flo lief während dessen munter durchs Zimmer, mal wieder auf den Balkon und unsere eigentlichen Pläne fürs Abendessen mussten vorerst einmal warten. Nach 1 1/2 Stunden hatte ich es endlich geschafft und die Dame am anderen Ende erklärte mir, dass wir morgen über Düsseldorf nach Salzburg fliegen werden. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, denn gleich zwei Flüge mit Flo an einem Tag, und ein wesentlich späteres nach Hause kommen, war nicht unbedingt erfreulich. Zum Abschluss des Gespräches, sagte mir die Dame sie hätte mir soeben ein Bestätigung-Email geschickt. Ich hatte aber nichts in meinem Posteingang, daher bat ich sie das Email an meine zweite Emailadresse weiterzuleiten. Unser Abend war mittlerweile gelaufen und Opa hatte uns Sandwiches organisiert. Ganz so hatten wir uns den letzten Abend in Berlin nicht vorgestellt. Erschöpft vom Tag und der Aufregung fielen wir ins Bett und fanden uns damit ab, dass die Rückreise etwas mühsamer werden würde.

Als ich am nächsten Morgen meine Emails checkte, konnte ich noch immer keine Bestätigung von AirBerlin vorfinden. Ich hatte mir die Flugdetails zwar notiert, hätte aber dennoch gerne eine Bestätigung gehabt. Nun bedeutete das einen erneuten Anruf, bei dem ich dieses Mal nur 20 Minuten in der Leitung hing. Die Dame erklärte mir nun, dass wir zwar auf den Flug nach Düsseldorf umgebucht wurden, aber der online Check-in sei für uns nicht möglich und wir mögen uns doch bitte an einen AirBerlin Schalter am Flughafen wenden. Super News- keine Bestätigung und auch keine Sitzplatz- Reservierung für Opa, Flo und mich. Beim Check-Out aus dem Hotel durften wir dann auch noch eine Rechnung in der Höhe von 32€ für die getätigten Telefonate begleichen.
Leicht angespannt begaben wir uns rechtzeitig (Geplanter Abflug: 15:00) zum Flughafen Berlin Tegel um alle Unklarheiten zu klären. Dort angekommen suchte ich den AirBerlin Schalter auf, an dem mir aber nun erklärt wurde, dass man mir hier nicht weiter helfen könnte, ich sollte doch einfach online einchecken. Konnte ich aber nicht, weil ich ja keine Bestätigung mit dem notwendigen Code hatte. Grrr! Meine Stimmung wurde immer besser und als sich endlich 2 Mitarbeiter beim AirBerlin Check-in Schalter einfanden, stellte ich mich sofort an. Als nach ca. 20 Minuten Wartezeit die Bildschirme über den Check-in Schaltern angingen, stellte sich heraus, dass ich mich in der Priority Lane befand. Mittlerweile war aber die andere Schlange sehr lange geworden, denn all diese Passagiere mussten ihr Gepäck einchecken, daher beschloss ich in der Priority Lane zu bleiben, damit mein Ticketproblem bald möglichst gelöst werden konnte. Nach weiteren 20 Minuten wurden dann die ersten Reisenden vom AirBerlin Personal in Empfang genommen und kurz darauf war auch ich an der Reihe.
Ich schilderte kurz mein Problem und erwähnte die Tatsache, dass wir mit einem kleinen Kind reisen. Die einzige Frage, die die Dame aber für mich hatte war: „Sind Sie Priority?“ Ich musste das verneinen und darauf hin bat mich die Dame, mich doch bitte hinten anzustellen, denn schließlich werden hier nur Priorty Gäste betreut. Ich war völlig fassungslos und wusste noch immer nicht, ob wir wirklich nach Düsseldorf und dann nach Salzburg kommen würden. So nun holte ich Flo und Opa und wir stellten uns gemeinsam noch einmal 30 Minuten in der richtigen Schlage an, um dann von einem anderen Mitarbeiter zu erfahren, dass es ein Problem mit unserem Ticket gibt. Flo, der in der Zwischenzeit 2 Laugenstangerl im Check-in Bereich verteilt hatte, war auch nicht mehr wirklich gewillt ruhig zu warten, wenn es doch auf einem Flughafen so viel zu entdecken gibt.

Der Blick auf die Uhr machte uns leicht nervös, aber es stellte sich heraus, dass der Flug nun eine Stunde Verspätung hatte. Nach 15 Minuten telefonieren und Getippe im AirBerlin Computer, gab uns der Mitarbeiter bekannt, dass wir auf jeden Fall nach Düsseldorf mitkommen würden, den Boarding Pass für den zweiten Flug müssten wir uns aber dort am Schalter abholen, denn er könne das Problem nicht lösen. Wir waren erst einmal froh, dass wir in Berlin einchecken konnten, mussten allerdings davor noch den Buggy beim Sperrgepäck abgeben. Irgendwie doch hektisch, darum blieben Opa und Flo im Check-in Bereich und ich rannte schnell mit dem Buggy zum Sperrgepäck. Dort angekommen, hatte ich natürlich die Boardingpässe nicht mit, da die im Rucksack bei Opa und Flo waren. Also wieder zurück und noch mal von vorne. Also wenn es mal nicht rennt, dann rennt es wirklich nicht.

Den Security Check überstanden wir und endlich befanden wir uns am Gate, welches super- crowded war, da auch weitere Flüge Verspätungen hatten. Super Sache mit einem kleinen Entdecker, der herumlaufen, fremde Koffer bestaunen und eventuell umwerfen möchte. Gut nur, dass wir auf die Landebahn sahen und so die Flugzeuge beobachten konnten. Nach einer weiteren Stunde war es geschafft und wir saßen im Flugzeug nach Düsseldorf. Flo schlief sofort ein und so konnte auch ich mich etwas entspannen.

Nach der Landung ging es sofort zum AirBerlin Schalter und auch hier wurde uns wieder erklärt, dass es ein Problem mit dem Ticket gibt. Nichts neues und wir hatten nur noch 20 Minuten zum Boarding nach Salzburg. Die Dame erklärte uns, dass sie in Berlin anrufen muß um das Ticket freizugeben, im Moment dort aber niemanden erreicht. Vermutlich waren die Mitarbeiter damit beschäftigt, Passagiere aus der Priority Lane zu werfen, die sich dort irrtümlich anstellen. Nach 10 Minuten des Wartens, teilte man uns mit, dass wir auf den Flug nach Salzburg gebucht sind und nun schnell zum Boarding gehen mögen.
Die Maschine von Düsseldorf nach Salzburg war relativ klein und so quetschten wir uns mit Flo am Schoß hinein. Ich war nur froh, dass wir unseren Platz hatten und vor lauter Ärger konnte meine Nervosität in Bezug auf  das Fliegen mit einem Kleinkind garnicht aufkommen. Um 20:00 Uhr landeten wir in Salzburg und selten war ich so erleichtert, als wir wieder zu Hause waren.

Bei meiner Reiseplanung hatte ich nicht an ein derartig schlechtes Kundenservice gedacht und in Zukunft werde ich mir genau überlegen wo ich buche! Unsere Daten sind bereits bei www.flightright.com und falls uns eine Entschädigung zusteht, nehme ich diese gerne an. Ich würde sagen Flo’s erster Flug war eher unspektakulär, aber der zweite wird uns sicherlich in Erinnerung bleiben.

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