Wenn man schon einmal in Kitzbühel ist, dann darf man sich natürlich den legendären Hahnenkamm nicht entgehen lassen. Da uns die Wanderung vom Kitzbüheler Horn noch in den Knochen gesteckt ist, haben wir es uns ganz bequem gemacht und sind mit dem Auto zur Hahnenkammbahn gefahren. Aber wir hätten auch in vermutlich ca. 30 Minuten die Strecke vom Unterleitenhof bis zur Talstation bewältigt. Der Parkplatz direkt bei der Hahnenkammbahn ist zwar nicht ganz günstig, aber dafür haben wir direkt neben der Talstation geparkt und konnten ganz easy in die Gondel einsteigen. Wir hatten wieder die Trage dabei, aber der Ausflug auf den Hahnenkamm wäre auch durchaus mit dem Kinderwagen möglich, da der Transport in der Gondel kein Problem ist. Bei der Talstation befindet sich auch ein Wickeltisch.

Schon die Fahrt in der Gondel ist ein wahres Erlebnis, denn der Ausblick auf die umliegenden Berge ist wirklich beeindruckend. Wenn man dann bei der Bergstation angekommen ist, wird es aber wirklich spektakulär, denn von hier aus wird einem bereits der Blick auf das Starthaus gewährt. Wir hatten Flo in der Rückentrage, mussten uns aber gar nicht anstrengen, da uns ein „Teppich-Lift“ zum Starthaus brachte. Als wir dann darin gestanden sind und den Blick auf den Steilhang warfen, der vor uns lag, läßt sich nur grob erahnen, wieviel Mut und Kraft es den Rennläufern abverlangen muss, sich hier hinunter zu stürzen. Wirklich sehr beeindruckend und eigentlich undenkbar, dass sich die Abfahrer hier hinauswerfen. Ihnen gebührt mein voller Respekt und Flo hat auch sehr beeindruckt gewirkt.

Von der Rückseite des Starthauses führt eine ebene, asphaltierte Straße nach hinten und dieser sind wir einmal gefolgt. An einer Kreuzung ergeben sich mehrere Möglichkeiten und wir haben uns für einen Schotterweg entschieden. Wir sind noch ein Stück weiter nach hinten gegangen und haben es uns auf einer Bank mit einer kleinen Jause gemütlich gemacht. Flo konnte auf der Almwiese herumsausen und wir konnten das Panorama des Wilden Kaisers geniessen. Zu guter Letzt kam noch eine Herde Kühe direkt an uns vorbei und so war unser Ausflug in die Tiroler Berge nahezu perfekt.
Bei der Bergstation gibt es eine Aussichtsplattform und ein Restaurant mit einem Spielplatz, in dem man sich stärken kann. Hier gibt es auch Toiletten, Trinkwasser und eine Möglichkeit zum Wickeln läßt sich bestimmt auch finden. Uns hat diese gemütliche Tour gereicht, aber natürlich kann die Bergstation des Hahnenkamms als Ausgangspunkt für größere Touren genutzt werden. Es gibt unzählige Varianten, mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Unsere Wahl würde sich auch mit dem Kinderwagen oder Buggy sehr gut machen lassen und der Blick auf die Rennstrecke, sowie die Berge, ist einfach unglaublich schön.

Das war nun leider schon unser letzter Ausflugstipp von unserem Wanderwochenende in Kitzbühel. Wir konnten uns davon überzeugen, dass sich die Region ausgesprochen gut für Wanderungen mit einem Kleinkind eignet, da man immer mehrere Optionen hat. Durch die gut ausgebaute Infrastruktur kann man auch immer auf eine Gondelfahrt ausweichen, falls dem Nachwuchs einmal nicht mehr nach Wandern zu Mute ist. Neben dem beeindruckenden Panorama und der herrlichen Naturlandschaft, bietet Kitzbühel viele familienfreundliche Optionen wie z.B ganz tolle Spielplätze bei den Hütten, Übungsklettergärten oder den Wildpark Aurach, indem man die Tiere der Region hautnah erleben kann. Für uns waren die Möglichkeiten perfekt, da wir immer flexibel waren und Flo zwischendurch ohne Bedenken und Absturtzgefahr auf den Almwiesen herumlaufen lassen konnten. Mit der einen oder andere etwas anspruchsvolleren Wanderung haben wir schon geliebäugelt und daher kommen wir bestimmt wieder zurück. Wir möchten uns beim Tourismusverband Kitzbühel sehr herzlich für die Einladung bedanken, wir hatten ein wirklich ganz tolles Wochenende.

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