Noch nicht ahnend, was es bedeutet mit einem Kleinkind auf Reisen zu gehen, habe ich mir  hochmotiviert am 10. Jänner ein Ticket für die Blogfamilia, eine Eltern- Blogger- Konferenz in Berlin gekauft. Damals war mein Leben mit Flo noch sehr entspannt… 😉 Alles easy, ich mit Flo in Berlin, das wird super!

Irgendwie dachte ich mir aber doch, daß das stressig werden könnte und so war ich sehr erleichtert, als sich mein Papa als Begleitung anbot. Opa, Flo und ich begaben uns auf die erste große Reise, mit einem Flugzeug, nach Berlin.

Doch bevor wir diese antreten konnten, mußte ich mich der Herausforderung „Handgepäck“ stellen, denn ein günstiger Flug bedeutet eben Abstriche vorzunehmen. Was mir anfangs als unmöglich erschien, erwies sich dann aber als machbare Angelegenheit. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, nehme ich oft vieles noch als Reserve mit, in diesem Fall mußte ich aber einiges weglassen. Die größte Challenge war es, die ganzen Babyprodukte und Toilettenartikel mitzunehmen. Wie sich dann aber herausstellte, darf man also Dinge, die ein Kleinkind während des Fluges benötigt, ohne weiteres mitnehmen. Also Milchpulver, heißes Wasser, Quetschies, Gläschen oder Duschgel, welches zum Händewaschen benötigt wird, mitführen.

Ich hab sicherheitshalber alles auch noch in kleine Flascherl abgefüllt und in Zippi- Bags verstaut, darauf kam es aber gar nicht an. Beim Packen habe ich bei der Kleidung für mich selber gespart und hatte für unseren drei- tägigen Trip nur das Notwendigste mit. Sprich eine Hose (schwarze Leggin in Reserve), pro Tag ein T-Shirt sowie einen Pulli und eine Jacke. Die Packliste für Flo war zwar etwas länger, aber es gingen alle Bodies, Hosen und Reserve-Pyjamer in den Trolly, inklusive ein wenig Spielzeug und das Babyphon. Es geht, man muß nur die Reserve von der Reserve daheim lassen. Im schlimmsten Fall wären wir in Berlin shoppen gegangen… 😉

Als das Packen geschafft war, versuchte ich noch herauszufinden, wie diese Sache mit dem Luftdruckausgleich bei einem Flug funktioniert. Mein Kinderarzt empfahl mir, während des Aufstiegs und vor allem während des Sinkfluges dafür zu sorgen, daß Flo etwas ißt und trinkt. Anfänglich besorgt, daß er da vielleicht keinen Hunger oder Durst haben würde, habe ich mittlerweile festgestellt, daß ein Laugenstangerl und etwas Wasser immer gehen.
Bestens vorbereitet machen wir uns auf den Weg zum Flughafen und die Abreise von Salzburg verlief wirklich ohne Probleme. Nach dem Security Check, bei dem alle sehr freundlich waren, fanden wir auch noch einen tollen Wickelraum inklusive Stillecke vor. Dann ging es auch schon ab zum Flieger und Flo war schwer beeindruckt vom Flugfeld, der großen freien Fläche und da ist er gleich mal drauf losgerannt.

In der relativ kleinen Maschine versuchten wir es uns bequem zu machen, aber da Flo keinen eigenen Sitzplatz hatte, war es einfach wirklich eng. Gut, dass wir Opa an unserer Seite hatten, denn er versorgte uns mit Spielzeug, Wasser und Laugenstangerl. Flo war vom Flug an sich nicht so beeindruckt, sondern vielmehr von dem Mädchen, das hinter uns saß. Somit stand er die meiste Zeit des Fluges auf meinen Oberschenkeln und „werkte herum“, dabei ließ ich die Uhr nicht aus den Augen, denn eine Stunde meinen durchaus aktive Sohn am Schoss zu „bändigen“ stellte sich durchaus als Herausforderung dar. Ich war sehr erleichtert, als der Pilot die Landung in Berlin ankündigte und der Passagier vor mir nicht völlig genervt war, daß wir den Tisch gefühlte hunderte Male auf- und wieder zugeklappt hatten.

Mission accomplished… wir hatten den ersten Flug gut überstanden und Teil zwei bestand darin, ins Hotel Scandic am Potsdamer Platz zu finden. Es gelang uns jedoch am sehr hektischen Flughafen Tegel, ein Taxi abzustauben, welches uns sogar ohne Kindersitz ins Hotel befördern würde. Etwas skeptisch, aber doch erleichtert, daß die Anreise ein Ende nehmen würde, begaben wir uns auf den Rücksitz eines beigen Mercedes. Ich schnallte mich mit Flo am Schoß an und es ging los. Ich durchaus irritiert, Opa völlig entspannt, denn schließlich ist man früher nur so Auto gefahren, traten so die Fahrt, mit Fo am Schoss, ins Hotel an. „Gut is ganga- nix is gscheng“ unter diesem Motto kamen wir an und wurden sehr freundlich im Hotel Scandic in Empfang genommen. Auch in Österreich gibt es eine Sonderregelung für Taxis, die Kinder ohne Kindersitz  befördern dürfen.
Was Flo, Opa und ich sonst noch so in Berlin erlebt haben, könnt ihr nächste Woche nachlesen… ich verrate nur schon mal soviel: das Hotel war der Hammer und unser Rückflug ist definitiv ein eigenes Kapitel!!!

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