Im Rahmen des Fashioncamp Vienna, hatte alle Teilnehmer die Chance auf ein Fotoshooting mit Marko Zlousic. Er spielt in besonderer Art und Weise mit dem Licht und dadurch entstehen seine einzigartigen Portraits. Auf den Bildern wirkt es vielleicht nicht so, aber wir hatten sehr viel Spaß beim Shooting und es hat sich herausgestellt, dass Marko ebenfalls einen Familienblog schreibt. Nun war meine Neugierde geweckt und ich durfte Marko einige Fragen stellen. Marko Zlousic ist selbständiger Berater für digitale Kommunikation und Fotograf. Heute fotografiert er vor allem im Bereich Portrait, Reportage und Street. Seine Bilder gibt es auf www.neonhippo.net zu sehen. Seinen Blog ultimatemoms.at gründete er im Jahr 2010.

Ich habe dich als Fotograf am Fashioncamp kennengelernt und bin dadurch auf ein für mich, am spannendsten Blog gestoßen. Du schreibst, gemeinsam mit anderen Autoren, den Papa- Blog ultimatemoms.at. Könntest du kurz erklären, wie es zu dem Namen kam und schildern worum es dabei geht?
Unser Ziel bei ultimatemoms.at war es immer über Leben von Vätern und ihren Kindern zu berichten. Wir wollten gerne erzählen, was uns bewegt und was uns wichtig ist. Unser Blog war auch gedacht als eine Art Tagebuch, in dem wir spannende Begebenheiten für uns und andere festhalten wollten.
Der Name ist der Hinweis darauf, dass wir unsere Väterrollen lieben, uns aber gleichzeitig nicht allzu ernst nehmen. Uns war immer wichtig beim Bloggen auch Spaß zu haben.

Worin unterscheidet sich euer Blog von anderen Eltern- Blogs?

Als ich ultimatemoms.at gestartet habe gab es in Österreich relativ wenige Mütter-Blogs und nur vereinzelt solche, in denen Väter aus ihrer Sicht erzählen.
Daher war ultimatemoms.at gleich mal eine Besonderheit. Zusätzlich kam die Idee so gut an, dass sich innerhalb kurzer Zeit einige andere Väter fanden, die mitschrieben wollten. Wir wurden also zu einem Gemeinschaftsblog. Das gab es noch seltener.

Seit dem ersten Tag wollten wir gerne unterhalten und gleichzeitig auch ehrlich von unserem Alltag berichten und nicht etwa ein Lifestyleblog mit Tausenden Followern hochziehen. Deshalb war uns die Bewerbung immer irgendwie egal. Wenn es etwas Spannendes gab, dann erzählten wir es. Wenn es traurige Dinge gab, dann ließen wir sie nicht unerwähnt. Und wenn wir einfach nicht dazu kamen irgendetwas zu schreiben obwohl es an allen Ecken und Enden Geschichten gab, dann ließen wir es einfach sein. Man könnte sagen, unser Blog war ein Spiegel des jeweils aktuellen Zustands der schreibenden Väter. 

Mit Kindern ist plötzlich alles anders. Was würdest Du sagen, war für dich die größte Veränderung und gibt es etwas, dass genau gleich geblieben ist, trotz Nachwuchs?

Ja, mit Kind wird definitiv alles anders. Aber, das Leben befindet sich immer im Fluss, also wäre es ein Irrglaube, dass es ohne Kind immer gleich bleiben könnte.

Ich denke, dass die größte Veränderung, die mit dem Elternsein kommt, das Kind selbst ist, weil es in den Mittelpunkt des gesamten Lebens rückt. Es gibt keinen einen Bereich, der davon gänzlich unberührt bleibt.

Du bist Vater einer Tochter. Worin besteht für dich die größte Herausforderung im Alltag? Worin bei der Erziehung?

Ich dachte, dass pubertäres Verhalten erst deutlich später in Erscheinung treten wird. Wie sich herausstellte haben es kleine Mädchen schon frühzeitig drauf, sich wie Teenager aufzuführen. Das ist eine ganz eigene Herausforderung.

Erziehung ist ein ganz eigenes Thema. Da will man alles richtig machen und hat viele Pläne und trifft dann auf die Realität in der viele Sachen dann ganz anders laufen, als man sie sich vorgestellt hat. Die größte Herausforderung ist nicht alles zu ernst zu nehmen und sich einzugestehen dass es in der Erziehung nicht immer perfekt laufen kann und man sich besser auf wichtige Themen konzentrieren muss anstatt auf Kleinigkeiten herumzureiten.

Wenn man beschließt einen Blog zu schreiben, dann gibt man ja meistens doch sehr viel von sich preis. Wie wählst Du die Themen, über die du für eueren Blog schreibst, aus? 

Gibt es etwas worüber du eigentlich gerne schreiben würdest, es dir aber zu heikel ist?

Die Themen haben sich bei uns immer ganz natürlich ergeben. Entweder ist etwas passiert oder es gab Themen, die uns einfach länger beschäftigt haben und zu Papier gebracht werden mussten.

So sehr über private Dinge gesprochen haben, genauso sind wir oft eher an der Oberfläche geblieben. Es ging uns ja nicht um grenzenlose Selbstdarstellung.  Abseits davon hätten wir über jedes Thema schreiben können.

We lautet dein „ultimate“ Tipp für alle Eltern?

Einfach mal entspannen und auf den eigenen Partner nicht vergessen.

Würdest du uns noch deinen Lieblingsort mit deiner Tochter verraten?

Einen echten Lieblingsort mit Kind habe ich nicht. Einerseits sind wir zwar immer viel unterwegs. Wir verreisen auch gerne mit Kind, obwohl es teilweise anstrengend werden kann. Gleichzeitig ist einer der wichtigsten Lieblingsorte meiner Tochter unser Zuhause und damit privat.

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