Flo und ich haben vor kurzem an dem Workshop „DIY Spielideen und Bewegungsmaterialien“ teilgenommen, der von Mariella Bodingbauer, die uns bereits ihren Lieblingsort verraten hat, angeboten wurde. Der Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernen steht für mich außer Frage und so war mein Interesse an diesem Workshop sofort geweckt. Mariella beschäftigt sich schon seit über 10 Jahren mit dem Zusammenhang von Bewegung & Lernen und unterrichtet dieses interessante Thema mittlerweile auch an der Universität Salzburg.
Ihr Projekt „NeuroMotorik – Bewegung macht schlau“ ist ein Konzept für PädagogInnen, ErzieherInnen, angehende Eltern, ausübende Eltern, TrainerInnen und alle Interessierten, welche mehr über die fundamentale Bedeutung der Bewegung auf die Entwicklung und Gesundheit unserer Kinder erfahren wollen.
Ziel soll sein, Kinder der jeweiligen Altersstufen optimal in ihrer motorischen, sensorischen und kognitiven Entwicklung zu fördern und zu unterstützen und den Spaß an Bewegung zu vermitteln.

Der Workshop, der sich über einen Nachmittag zog, war in drei Teile gegliedert. Zuerst wurde gebastelt, dann ausprobiert und danach nachbesprochen. Als ich mit Flo den Seminarraum im Sportzentrum Salzburg Mitte betrat, war der große Tisch mit Bastel- und Haushaltsmaterialien übersäht. Es lagen Plastikflaschen, Luftballons, Pappteller, Waschlappen, Hirse, Mehl und vieles mehr herum. Die Neugierde stieg und ich war schon sehr gespannt, was wir daraus alles herstellen würden.

Dann ging es auch gleich los. Ziel war es alles zu basteln, was wir für die 10 Stationen in der Turnhalle brauchen würden. Mit einem Küchenmixer, an dem zwei Knäuel Wolle befestigt wurden, stellten wir rucki-zucki mehrere ca. 2 Meter lange Kordeln her. Ein einfacher, zeitsparender Trick, der mir aber völlig neu war. 10 Pappteller wurden mit „Kreuzerl“ oder „Ringerl“ gekennzeichnet und schon war unsere erste Station: „Tic-Tac-Toe“ fertig. Aus den übrigen Papptellern wurde mit einem Stanley- Messer der Mittelteil heraus geschnitten und der Rand bunt bemalt. Und schon hatten wir Wurfringe für die nächste Station.
So ging es immer weiter und mit ganz einfachen Mitteln und Zutaten stellten wir relativ schnell alle Utensilien für die 10 Stationen her. Nun mussten wir uns aber davon überzeugen, dass unsere Werke sich auch in der Praxis bewähren würden.

Ab in die Judohalle und nach einem kurzen, sehr lustigem Aufwärmen, bei dem wir eine Schneeballschlacht mit Zeitungspapier simulierten, ging es los. Einzeln oder in Zweierteams konnte jeder die jeweilige Station ausprobieren und eine Runde spielen. Für Flo waren die meisten Stationen noch zu schwierig, aber auch er hatte mit einem Luftballon schon die größte Freude. An den Stationen, bei denen es vorwiegend um Geschicklichkeit ging, war ich durchaus gefordert. Viele der Aufgaben konnten so variiert werden wie z.B.: größere Distanz, anderes Material, Schlägerfläche etc., sodass sie für jedes Leistungsniveau eine Herausforderung darstellten.

DIE STATIONEN: Tic-Tac-Toe, Zielwurf, NinjaBälle, Kegeln, Ballon Tennis, Angeln, Frisbee, Turmbau, Papierflieger

Als ich mich so in der Halle umsah, war ich wirklich beeindruckt, welch eine Vielfalt an Bewegungsstationen wir innerhalb kürzester Zeit erstellt hatten und wie einfach es eigentlich war diese zu „basteln“.
Im Anschluss ging es zur Feedbackrunde und Mariella verriet uns noch mehr über den Zusammenhang zwischen Bewegung, Lernen und Gehirnentwicklung. Außerdem teilte sie mit uns noch ein paar gute Links, die ebenfalls sehr gute Spiel- sowie Bastelideen und Vorlagen zur Verfügung stellen (z.B.: ugotchi, Bewegungskompetenzen, my free Bingo cards (eigene mit Bewegungen erstellen)). Selbstverständlich konnten wir am Ende des Workshops unsere Werke und Spielutensielien mitnehmen und mittlerweile liebt Flo sein „Waschlappen-Sackerl“, welches er stolz durch die Wohnung trägt.
Auf www.neuromotorik.at findet ihr Informationen rund um das Thema, sowie die Termine für weitere Workshops. Uns hat es sehr viel Spaß bereitet und beim ersten Frühlingspicknick mit Family und Friends werden wir ein paar der Stationen und Spiele gleich ausprobieren.

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