Jetzt bin ich grundsätzlich ein toleranter Mensch und habe auch mit Hundehaltern eigentlich kein Problem. Ich bin ohne Haustier aufgewachsen, hatte kurzfristig einen Goldfisch, mag Katzen, hasse es aber, von einem Berner- Sennenhund beim Kaffeetrinken unter dem Tisch angesabbert zu werden. Bis vor kurzen habe ich darüber hinweg gesehen, mich lässig und tierlieb gezeigt. Dabei ist es mir eigentlich ordentlich auf die Nerven gegangen, wenn mich ein fremder, junger „Fifi“ vor Freude angesprungen oder beschnuppert hat. Nun mit Flo an meiner Seite geht mir das aber einfach zu weit und ich weiß nicht recht, wie ich damit umgehen soll.

Eine kleine Episode: Flo sitzt fröhlich in der Wiese im Freisaal in Salzburg, ich ca. 10 Meter davon entfernt auf einer Bank. Es ist ein herrlicher Sommertag und wir geniessen das Zwitschern der Vögel. Plötzlich erspähe ich aus dem linken Augenwinkel eine Hund mit samt seinem Frauchen. Es war Bruno, das weiß ich daher, da er nicht angeleint war und sein Frauchen hinter ihm herlaufend, seinen Namen rief, als er auf Flo losstartete. Wie der Name schon erahnen läßt, hat es sich bei Bruno um eine kleine Hundegattung gehandelt, der vermutlich „eh nix tuat“, aber in diesem Fall, ist er auf Flo zu und hat ihn tatsächlich im Gesicht abgeschleckt. Vermutlich, noch immer voll süß von Bruno gemeint, denn er will spielen und vielleicht können sich die beiden den Ball ja teilen. Flo hat das allerdings anders gesehen, denn ein Tier in seiner Größe, ist auf ihn zugekommen und hat ihn dann auch noch abgeschleckt. Ich sowieso kein Fan von freilaufenden Hunden, war aber viel zu spät vor Ort und konnte nur mehr mein völlig verzagtes Kind trösten.
Die Hundehalterin und ihr Bruno haben sich währenddessen aus dem Staub gemacht, von einer Bemerkung oder Entschuldigung gar keine Spur. Als für Flo wieder alles okay war, habe ich mich dann schon gefragt, ob ich hier überreagiere oder ob es einfach völlig daneben ist, wenn ein fremder Hund meinen Sohn abschleckt.
Jetzt da wir nach Linz gezogen sind, beobachte ich immer häufiger, dass unangeleinte Hunde über die Donaulände und auch im Bereich der Spielplätze toben. Ich lebe ja nun nach dem Dirty Dancing Prinzip: „Das ist mein Tanzbereich. Das ist dein Tanzbereich. Du kommst nicht in meinen und ich komm nicht in deinen“. Es ist völlig okay wenn sich Hunde in Parks austoben, nur können sie es bitte unterlassen meinen Sohn abzuschlecken? Meistens kommt danach ein Frauchen mit den Worten: „Der tuat eh nix!“ her, während sich der Hund unseren Ball schnappt uns ansabbert. Ich finde es „grauslich“ wenn Bruno Flo abschleckt und ihm irgendwie auch Angst macht. Meistens sind Hunde genauso groß wie er.  Ich, als super toleranter Mensch, sag dann immer „Na, passt schon“, denk mir aber: „ Die Hundeschule dürfte der Bruno nicht bestanden haben, denn dem Frauchen folgen ist nicht so sein Ding“ aber das macht ja dann nichts- denn „Er tuat eh nix!“

Mich würde echt interessieren , wie ihr damit umgeht. Das ganze ist mir jetzt nicht nur einmal passiert und immer wieder beobachte ich, wie Hunde sich das Spielzeug von Kindern „ausborgen“ möchten.

Ich freu mich auf euere Feedback und vielleicht gibt es ja auch eine Story, die ihr uns erzählen könnt. Ich bin auf jeden Falls schon gespannt…

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