Flo und ich waren Anfang September nach Südtirol eingeladen und in den kommenden zwei Wochen möchte ich euch die Region „Grödnertal“ vorstellen. Los geht es heute mit unserer Unterkunft im wunderbaren „Family Hotel Posta“ in St. Christina.  Begleitet hat uns Doris, die auf Dorisworld bloggt und mit der wir uns auch das Zimmer geteilt haben.
In den weiteren Beiträgen werde ich euch unsere Wanderungen vorstellen, die mit Flo am Rücken wirklich ein tolles Erlebnis waren. Das Panorama ist sehr beeindruckend nur leider hat uns im Laufe des Wochenendes das Wetter etwas im Stich gelassen und so können Flo und ich nun bereits von unserer ersten Schneetour berichten 😉 Auch nicht schlecht! Mehr dazu bald, nun geht es aber mit unserem Hotel los:
Mit dem Auto waren wir von Linz aus circa fünf Stunden unterwegs und da Flo ein langes, ausgedehntes Schläfchen einlegte, könnte man fast von einer ganz entspannten Anreise sprechen. Da man aber über den Brenner muss, sollte man auf jeden Fall genügend Zeit und einen Stopp einplanen. Wir hätten vermutlich bei Innsbruck eine Pause gemacht, aber da das gar nicht notwendig war, sind wir gleich durchgefahren.
Das alteingesessene Hotel Posta befindet sich mitten im Ort St. Christina und schon von aussen läßt sich die lange Geschichte erkennen. Das traditionsreiche Haus wurde erst in jüngster Vergangenheit zu einem Kinderhotel adaptiert und gewisse bauliche Strukturen verweisen noch auf ihren Ursprung. Aber gerade diese Kombination machen das spezielle Flair im Haus aus und wir haben uns auf Anhieb sehr wohl gefühlt. Hinter dem Haus befindet sich ein großer Parkplatz, sowie eine Tiefgarage und so ist der Weg zu Rezeption ein kurzer. Das Gepäck kann bequem transportiert werden bzw. es wird ohnehin abgeholt. Gleich hinter der Rezeption befindet sich ein Spielraum für die kleineren Kinder, was sehr praktisch ist, wenn die Eltern gerade mit Ein-oder Auschecken beschäftigt sind.
Wir hatten ein sehr großes Zimmer, bei dem Flo sogar ein eigner Raum zustand. Hier war neben einem Stockbett leicht Platz für ein Gitterbett und in der Mitte des Zimmers lag ein großer Teppich zum Spielen. Im anderen Raum befand sich ein Doppelbett mit ebenfalls viel Platz für die Eltern. Für Flo gab es als Willkommensgeschenk ein Südtirol Malbuch, Ölkreiden sowie einen Plüsch-Igel, der wirklich ganz entzückend ist. Während Flo damit beschäftigt war, konnte ich so halbwegs auspacken.
Nun war es an der Zeit das Hotel zu erkunden. Die Form des Hauses bildet ein L und schirmt daher perfekt den Garten von der Straße ab. Hier gibts eine Boccia Bahn, einen Spielplatz eine große Liegewiese und man könnte direkt zum Schwimmbad gehen. Leider ließen es die Temperaturen nicht mehr zu, aber hier ließe es sich gemütlich in den Liegestühlen verweilen, während man die Kinder gut bei allem beobachten könnte. Hinter dem Hotel, direkt im Anschluß befindet sich die „Villa Dumbo“. Diese Villa ist nur für Kinder, denn hier findet auch die Kinderbetreuung statt. Die einzelnen Räume sind super mit Spielzeug ausgestattet und es gibt sogar eine Kletterwand, welche bei Flo einen wahrlichen Begeisterungssturm auslöste. Leider wollte Flo auch dieses Mal noch nicht in der Kinderbetreuung bleiben, aber das Angebot verteilt sich über den gesamten Tag und die Kinderbetreuerinnen waren ausgesprochen aufmerksam und freundlich.
Das hoteleigene Schwimmbad und der angrenzende Wellnessbereich sind modern aber gemütlich gestaltet. Schwimmflügel und Schwimmreifen stehen zur freien Entnahme zur Verfügung und im Außenbereich gibt es ein eigenes Kinderplantschbecken. Der Poolbereich im Inneren ist klein, aber fein, jedoch gibt es hier keinen eigenen Kinderbereich. Für uns war das aber auch gar nicht notwendig, denn die Stiegen und das Hineinspringen vom Rand beschäftigten uns zur Genüge. Der Sauna- und Wellnessbereich ist sehr schön und wäre Flo vielleicht in der Villa Dumbo geblieben, hätte ich dort sicherlich einige Zeit verbracht.
Das Essen ist abwechslungsreich und für Kinder gibt es ein eigenes Buffet oder Menü, das sogar bei einem eigenen Kindertisch mit anderen Kindern und Betreuerinnen gegessen werden kann. Flo  saß aber mit seinem Hochstuhl bei uns am Tisch und verkostete hier die traditionellen Südtiroler Speisen. Nun komme ich zum eigentlichen Highlight des Hotels. Flo war meistens nach 10 Minuten mit dem Essen fertig und wollte dann umgehend aus dem Hochstuhl. Option A: ich lasse Flo im Hochstuhl und versuche ihn mit einem Bilderbuch zu bespassen, was zu einem Kreischkonzert führt. Oder Option B: ich lasse Flo durch den Speisesaal sausen und versuche dazwischen immer einen Bissen meines Menüs zu erwischen, wenn wir bei unserem Tisch vorbei kommen.

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und es hat besser geklappt als angenommen. Der Grund: die unglaubliche Herzlichkeit und Freundlichkeit, die man in Italien Kindern gegenüber aufbringt. So haben sich die Kellner mit Flo beschäftigt und „herumgeblödelt“. Verstecken und Fangenspielen im Speisesaal war weder für die anderen Gäste noch das Personal ein Problem. In dieser Zeit konnte ich mein Menü verspeisen und musste dabei kein schlechtes Gewissen haben, dass wir alle stören. Als Flo am nächsten Tag die Kellner wieder erkannte, war er außer sich vor Freude und durfte sogar in die Küche schauen. Was ich damit sagen will, dass wir die Herzlichkeit im Hotel Posta wirklich gespürt haben und uns deshalb besonders wohl gefühlt haben.

Nach unserer ersten Wanderung beschloss ich mir eine Sportmassage zu gönnen und daher musste Flo 45 Minuten ohne mich auskommen. Anfangs blieb er bei Doris aber nach einer halben Stunde wollte er nicht mehr. Daher kamen die beiden in den Wellnessbereich und als ich Flo am Gang weinen hörte war es mit meiner Entspannung auch schon wieder vorbei. Ich wollte die Behandlung sofort abbrechen, aber die Dame schlug vor, dass ich Flo einfach auf den Schoss nehmen soll und wir so weiter machen könnten. Kinder und Beauty kein Problem! Schlußendlich war meine Massage dann doch noch wirklich entspannend und auch Flo hat es ganz gut gefallen.

Im Hotel Posta gibt es auch noch Silvio, unseren Wanderguide, der immer am Vorabend mit den Gästen die Route für den nächsten Tag plant. Auch wir haben so gemacht und sind am ersten Tag gemeinsam zum Col Raiser aufgebrochen. Wie unsere erste Wanderung im Grödnertal war und warum wir keinen Gipfel gemacht haben, erzähle ich euch am Freitag. Am Mittwoch gibts übrigens einen tollen Tipp für alle kulturbegeisterten Eltern in Linz, sowie ein Gewinnspiel!

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