Selbstverständlich habe ich Flo und mich auch zum Babyschwimmen angemeldet. Obwohl alle meine Freundinnen mit Kindern gesagt haben, warte damit bis zum Sommer, habe ich uns für den erstmöglichen freien Termin im Jänner, im tiefsten Winter, eingetragen. Denn, wieso sollte das nicht auch im Winter möglich sein. Auf mein persönliches „Nirvana Cover Foto“ wollte ich auf gar keinen Fall verzichten und just in case hatte ich die 1$ Note schon eingesteckt. Aber, nevermind, denn soweit ist es gar nicht gekommen.
Salzburg ist ja nicht weit von Bad Reichenhall entfernt, wo ich ein Top-Angebot in der Rupertus Therme gefunden und daher Flo und mich  sogleich eingebucht habe. 6x Schwimmen im Babybecken mit Trainerin im warmen Wasser. Es war gar nicht so einfach hier noch einen Platz zu bekommen,da diese Kurse selbst im tiefen Winter heiß begehrt sind. Bemerkung am Rande: Schwimmbadsituation in Salzburg Stadt katastrophal, die einzige Möglichkeit in der Stadt Salzburg ist das AYA Bad, in dem das Wasser im Kinderbecken zu kalt für Babies und auch immer wahnsinnig viel los ist. Beides ungünstige Faktoren um ein entspanntes Erlebnis im Wasser für ein Kleinkind zu kreieren.
Unser erster Ausflug in die Rupertus Therme wäre fast darin geendet, dass ich nicht ins Wasser hätte gehen können. Alleine mit einem Baby ins Schwimmbad zu fahren erfordert eine logistische Höchstleistung und sehr viel Planung. Ich hingegen ahnte noch nichts von diesem Desaster und bin fröhlich gestartet. Doch schon am Weg zum Auto kam ich ins Schwitzen. Flo am einen Arm, zwei Taschen am anderen. Den Kinderwagen wollte ich nicht mitnehmen, weil man den ja ohnehin nicht mit hinein nehmen darf, Buggy hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen und die Trage erschien mir irgendwie auch nicht so praktisch. Außerdem sind das ja eh immer nur kurze Strecken.
Endlich in der Umkleidekabine habe ich festgestellt, dass Flo nicht liegen bleibt, sondern alles erkundet was ihm unterkommt. Ich hatte gar keine Zeit mich in den Badeanzug zu werfen und war nur damit beschäftigt größeres Unheil zu verhindern. Ich habe es geschafft Flo umzuziehen und  nachdem das alles etwas länger gedauert hat und wir unter Zeitdruck standen, stürmte ich gleich samt meiner zwei Taschen ins Bad.
So und nun stand ich in der Jean im Schwimmbad, Flo noch immer auf dem einen Arm, weil er sich ja sonst wegbewegt und die beiden schweren Taschen mit meinem Badeanzug drinnen auf dem anderen. Eine andere Mutter erkannte meine Verzweiflung, hat mir dankenswerterweise geholfen und so habe ich es schlußendlich doch noch in mein Badeoutfit geschafft.
So, Flo und ich sind wasserbereit und machen 45 Minuten bei dem Spaß mit. Dann wird es erst richtig kompliziert, aber auch davon hatte ich keine Ahnung. Flo nass…. Mama nass… Flo soll aus der Badehose raus und danach abgetrocknet und umgezogen werden. Blöd nur, dass Mama im klatschnassen Badeanzug steckt. Also Kind aufheben keine gute Idee, Flo liegen lassen schon gar nicht. Nur wie komme ich jetzt aus dem Badeanzug, ohne Gefahr zu laufen, dass Flo an meinem Handtuch zieht und mich so in eine sehr peinlichen Situation bringt. Außerdem sind meine Haare triefend nass und es ist wirklich schwierig, damit nicht Flo’s trockenes Gewand zu erwischen.
Wieder einmal spürt die benachbarte Mutter, die ihr Kind bereits umgezogen hat und auch selber schon wieder in trockener Kleidung steckt, meinen Stress und nimmt mir kurz Flo ab. So schaffe auch ich es in mein Outfit und bin bereit für den Exit.
Wieder in der Garderobe angelangt, habe ich damit zu kämpfen Flo in seine Winterjacke zu packen. Ich hingegen schwitze mittlerweile maßlos und kann es kaum erwarten das Hallenbad zu verlassen. Mittlerweile ist aber auch die Kraft aus meinen Armen geschwunden und ich kämpfe mich mit Flo auf einem, mit zwei Taschen am anderen zügig zum Ausgang. Zahlen an der Kassa soll ich auch noch und idealerweise befindet sich mein Geldtascherl nun unter allen feuchten Handtüchern. Völlig erledigt erreiche ich unser Auto, das nun auch noch zu allem Überfluss „angezuckert“ ist. Endlich sitzen wir beide wieder im Auto und können die Rückreise nach Österreich antreten. Weder Flo’s Haare noch meine sind geföhnt, innen laufen die Scheiben sofort an, da ich noch immer völlig außer Atem bin, die Außentemperatur beträgt ca. -5 Grad.  Nun ich bin froh, dass wir den ersten Badeausflug halbwegs gut überstanden haben und ich muss sagen, ich hätte wieder einmal auf meine Freundinnen hören sollen. Babyschwimmen bei eisigen Außentemperaturen und ohne Begleitung ist semi optimal. Die weiteren fünf Mal ging es dann besser, allerdings habe ich uns für den zweiten Teil des Kurses nicht angemeldet. Ich warte jetzt einfach auf den Sommer und die Sonne!!!
Zu diesem Beitrag gibt es nur wenige Fotos. Einfach aus dem Grund, weil ich es nicht geschafft habe und aus meinem Nirvana Foto ist es auch nichts geworden!

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